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Vor ca. 50 Jahren (1960) wurde die "Alte-Herren" ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit standen der 1. und 2. Mannschaft ausreichend junge Spieler zur Verfügung. Die aus dem Punktspielbetrieb ausgeschiedenen  und etwas "betagten" Fußballer wollten nicht gänzlich auf den Fußballsport verzichten und gründeten eine Alte-Herren-Mannschaft.

Die ersten Freundschaftsspiele gegen Nachbarvereine wurden hin und wieder verabredet und durchgeführt. Es ging also langsam an, mit zeitlichen Unterbrechungen. Einige Spieler mussten zur Verstärkung zurück in die aktiven Mannschaften. So standen für einen dauerhaften Alte-Herren-Fußball nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung. Ein regelmäßiger Spielbetrieb fand noch nicht statt.
Heimspiel 1963: v.l. J.Röper, 4.v.l. W.Koch, H.Prause, (knieend) P. Suppra, Georg "Bubbi" Schütrumpf als Zuschauer,,Jiry B., B.Fiedler und T. Strauß; unten mit der Nr. 3 ( Spieler nicht bekannt)
Doch seit 1960 entwickelte sich  dann aufgrund ausreichender Spieler und sportlicher Motivation eine leistungsstarke "Alte-Herren Mannschaft".

Es wurde sodann zu Beginn eines Jahres für die Saison ein regelmäßiger Spielbetrieb aufgestellt. Nicht nur in unserem Verein entwickelte sich der Wunsch nach regelmäßigen Fußballtreffen im Altherren-Alter, so dass bald genügend Gegner aus der näheren Nachbarschaft oder auch von weiter her zur Verfügung standen.
Somit hatte der Alte-Herren-Fußball einen festen und aktiven Platz in unserem Verein gefunden.
Der Fußballsport und die Arbeit in unserer Alt-Herren-Gemeinschaft, sowie die guten Kontakte zu anderen Alt-Herren-Mannschaften sind uns von hoher Bedeutung und dadurch gestalten wir unser Leben lebenswerter.
Die "Alten-Herren" sind jedoch nicht nur einzig und allein auf den Fußball ausgerichtet. Die Mitglieder und Beteiligten können sich an sehr schöne Fahrten nach Mittenwald, Berlin, Dresden, Brügge, Borkum, Luxemburg und Norderney erinnern. Hervorzuheben sind die üblich gewordenen Geselligkeiten, wie z.B. Neujahrskegeln, Osterfeuer, Vatertagsausflüge, Fahrradtouren, Herbstfeste und Jahresabschlussfeiern. Das Gesicht der Mannschaft veränderte sich im Laufe der Jahre mehrfach. Spieler wurden verabschiedet und jüngere Spieler rückten aus den Senioren-Mannschaften nach. Aber ein bisschen Wehmut kam schon auf, als Spieler verabschiedet wurden.
1991 wurde eine neue Altliga-Mannschaft auf die Beine gestellt.

Im ersten Jahr wurden aber nur zwei Spiele ausgetragen. Bis 1997 konnte der Spielbetrieb der Altliga-Mannschaft aufrecht erhalten werden. Da sich immer weniger Spieler Samstags einfanden wurde der Spielbetrieb eingestellt.
1991 fuhren die Alten Herren zum 1. Mal in die Lüneburger Heide.

Die Lüneburger Heide ist immer noch eine einmalige Landschaft. Wunderschöne Heideflächen und uralter Baumbestand findet man dort noch vor.
Der "Hof Fangbeutel", liegt in Lopau, in einer kleinen verlassenen Ortschaft in der Lüneburger Heide. Lopau ist ein Geisterort am Rande des Truppenübungsgeländes Munsterlager.

Dabei ist er auf den ersten Blick gar nichts besonderes. Ein altes Gemäuer, ein wenig heruntergekommen, allerdings in besonders schöner Lage. Eine große Wiese schließt sich an, ein Badeteich, viel Wasser und viel Natur.
Dieses Haus wurde 1999 durch den "Lopauer Fenstersturz" bekannt.
Ausflüge nach Soltau, Lüneburg, Hamburg und Celle wurden unternommen. 2010 geht's zum 18. Mal dort wieder hin. Nervenkitzel bietet das abendliche Lagerfeuer, wenn der Fuchs um den Lichtkegel schleicht.
2009 am Lagerfeuer in Lopau. Bild v. l.: Ingo Karg, Joschi Milner, Dzevad Mujkanovic, Adrian Kolekta, Volker und Frank Karkowski;
Norderney, diese Insel ist ein Begriff. 2000 weilten die Alten-Herren zum 1. Mal für vier Tage auf die meistbesuchte Nordseeinsel Norderney. Übernachtet wurde im "Sportlerheim" des TuS Norderney. Höhepunkt dieser Fahrten war das Freundschaftsspiel 2006 gegen die Alten-Herren des TuS Norderney. Spielführer Kunibert Gockel hatte in jenem Jahr aus den Norderneyfahrten das Lied ""Wir fahren nach Norderney" geschrieben und Obmann Helmut "Peppi" Kornmann mit seinen guten Kontakten zum heimischen Radiosender SWS "Sturmwellensender Norderney"machte es möglich, dass der Sender einen Übertragungswagen im Stadion aufstellte und das Spiel live übertrug. Zwischendurch wurde das neue Lied des Öfteren gespielt. Nach dem Spiel wurde Kunibert interviewt und musste Rede und Antwort stehen, wie er auf diese Idee kam. Das Norderney-Lied wurde dann 2007 von einem professionellen Verlag produziert und auf der Nordseeinsel Norderney vermarktet. Dieses Lied wurde so bekannt, dass sogar der WDR4 darauf aufmerksam wurde und Kunibert Gockel daraufhin mit dem WDR4-Express-Zug nach Norderney eingeladen wurde und live vor Ort den Song zum Besten gab.
Fahrradtouren der Alten-Herren Zur ersten Fahrradtour traten die Oldies 1999 an. Ziel war das Städtchen Westerholt an der Hertener Stadtgrenze. Der historische Ortskern, mit seinen unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäusern, war schon sehenswert. Ziel der nächsten Touren waren 2004 (Bild unten) und 2007das alte Schiffshebewerk in Henrichenburg. Das Schiffshebewerk ist malerisch am Dortmund-Ems-Kanal gelegen. Von Herne ging es über ausgebaute Fahrradwege am Rhein-Herne-Kanal entlang bis Waltrop. 2006 und 2008 war die Zeche Zollverein, die im Essener Norden liegt und zu den bedeutendsten Industriedenkmälern Europas gehört, das Ziel. Von der Bochumer Jahrhunderthalle über schöne, stillgelegte Bahntrassen und neuen Bahnbrücken, ohne mit motorisiertem Verkehr in Berührung zu kommen, radelt man zur Zeche Zollverein.
Vom Vereinsheim zogen die Alten-Herren mit der "Fiege-Karre" durch die Dahlhauser Heide zur Zeche Knirps (ehemalige Zeche Hannover). Chefkoch Bernhard Kipka erwartete die Oldies mit einer leckeren Erbsensuppe. Kunibert Gockel auf seiner Gitarre und Werner Richter mit seiner "Quetschkommode" stimmten unterwegs AH-Lieder an.
Das größte Highlight 2009 war die Teilnahme am Cranger-Kirmes-Umzug. Mit einem 13 Meter langen Umzugswagen zogen die "Alten-Herren" mit 64 Personen vorbei an ca. 150 000 Zuschauern vom Eickeler-Markt, zum größten Volksfest Westfalens, zur Cranger Kirmes. Viele Sponsoren machten es möglich, dass alle einheitlich gekleidet und mit 230 kg Wurfware starten konnten.
Unsere "Alte-Herren-Mannschaft" hat sich im Kreis Bochum zu einer der erfolgreichsten Mannschaften entwickelt. - Bochumer Kreismeister 2002 auf dem Kleinfeld. Bild unten: o.l.: Ingo Karg, Kunibert Gockel, Werner Klamann, Jochen Skibbe, Frank Karkowski; u.l.: Helmut Kornmann, Werner Sack, Jörg Milner, Giuseppe Spitale;
Aufzeichnungen über die ausgetragenen Spiele sind erst seit 1990 geführt worden. In den letzten 10 Jahren (2000 - 2009) wurden 305 Spiele auf dem Großfeld ausgetragen. Davon wurden 221 Spiele gewonnen, 43 endeten Remis und 41 Spiele gingen verloren. Bei einem Torverhältnis von 1201:529.
Die "Ü40" wurde 2008 zum 2. Mal Bochumer Kreismeister auf dem Kleinfeld und spielte 2009 um die Westfalenmeisterschaft in der Sportschule Kaiserau.